Vulkan | Wie entsteht ein Vulkan?
Vulkan

Stell dir die Erdkruste als sehr dünne Haut über einem großen Ball aus geschmolzenem Gestein vor. Ähnlich wie ein Puzzle besteht die Erdkruste aus verschiedenen Teilen, die man „tektonische Platten“ nennt. Diese Platten können ganz unterschiedlich groß sein, aber die meisten haben die Größe von Kontinenten und sie bewegen sich ziemlich langsam: nur 1–9 cm pro Jahr.

Dort wo die Platten zusammenstoßen, finden wir die Gebiete der Erde, wo es Vulkane, Erdbeben und Geysire gibt.

Wenn sich zwei Platten voneinander wegbewegen, entsteht eine Spalte aus der Magma aufsteigen kann. Magma ist heißes, geschmolzenes Gestein im Erdinneren. Diese Art von Vulkanen entsteht am Meeresgrund, daher sieht man sie so gut wie nie. Nur wenn genug Magma da ist, steigt es bis über den Meeresspiegel und es entsteht eine Insel. Auf diese Weise entstand vor sehr langer Zeit Island.

In den Gebieten, in denen sich die tektonischen Platten aufeinander zu bewegen, finden wir die großen Gebirgsketten der Erde. Sie entstanden dadurch, dass sich die Platten gegenseitig nach oben schoben.

Wenn zwei Platten zusammenstoßen, wird die eine Platte unter die andere gedrückt. Durch diese entgegengesetzte Reibung der beiden Platten schmilzt die erste. Gleichzeitig steigt Magma auf.

Zwar sind nur wenige Vulkane der Erde auf diese Weise entstanden, aber es sind die mit den heftigsten und gefährlichsten Ausbrüchen.

Manchmal entstehen Vulkane auch mitten auf den Erdplatten, an sogenannten Hotspots – auf Deutsch „heiße Flecken“. Und genau das sind diese Hotspots: Heiße Bereiche im Erdinneren, aus denen Magmaströme hervorbrechen. So ist Hawaii entstanden.

Erdbeben

Die Gebiete, in denen die tektonischen Platten aneinanderstoßen oder sich seitlich zueinander bewegen, sind auch die aktivsten Erdbebengebiete der Erde. Erdbeben entstehen, wenn die Platten aufeinanderliegen und aneinanderreiben und sich in regelmäßigen Abständen mit kleinen oder großen Stößen bewegen.

Das Meer westlich von Indonesien ist ein solches aktives Erdbebengebiet. Das letzte starke Erdbeben fand dort am 26. Dezember 2004 statt. Es hatte die Stärke 9 auf der Richterskala und löste unter anderem einen Tsunami aus, der die Küste um den Indischen Ozean herum verwüstete.

Ein weiteres Gebiet mit regelmäßigen Erdbeben ist die San-Andreas-Verwerfung. Sie liegt im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien. San Francisco liegt in der Nähe und dort werden erdbebensichere Häuser gebaut.

Geysire

In den Rissen zwischen den tektonischen Platten gibt es auch Geysire. Ein Geysir ist eine spezielle Form einer heißen Quelle, die in regelmäßigen Abständen ausbricht und dabei ihr Wasser als Fontäne und heißen Wasserdampf in die Luft stößt.

Damit ein Geysir entstehen kann, muss das Grundwasser hoch liegen. Gleichzeitig muss es in der Erde sehr heiß sein und diese hohe Temperatur – es müssen über 100 °C sein – hat man, wenn dicht unter der Erdoberfläche glühend heiße Lava ist.

Island ist der einzige Ort Europas, an dem es Geysire gibt.

Ein Vulkan bricht aus

Wie lange ein Vulkanausbruch dauert ist ganz unterschiedlich. Das können ein paar wenige Tage sein, aber auch mehrere Jahre dauern. Der letzte Ausbruch des Vulkans Kilauea auf einer der Hawaii-Inseln begann 1983 und dauert bis heute an.

Ein Vulkan besteht nicht aus Feldsteinen, Kieseln oder Gesteinsstücken, sondern aus dem Material Stein oder Fels. Er baut sich über die Zeit selbst auf. Das passiert, indem bei vielen Ausbrüchen Lava aus dem Vulkankrater fließt oder ausgeworfen wird, die dann rund um den Krater liegen bleibt.

Lava ist ein flüssiges Gesteinsmaterial aus dem Inneren der Erde. Wenn die Lava abgekühlt und zu Stein gehärtet ist, ist der Vulkan ein Stück gewachsen. Manchmal wird auch Asche mit aus dem Krater ausgeworfen. Die lagert sich auch rund um den Krater ab. Die Asche besteht beim Vulkan aus Gesteinspulver und so etwas wie Kies.

Durch den Wechsel zwischen Lava und Asche entstehen verschiedene Schichten - eine Schichtstruktur. Ist die Lava sehr heiß, dann ist sie sehr dünnflüssig und es entsteht ein flacher Vulkan. Wenn sie kälter ist, fließt Lava sehr zäh. Dann bekommt der Vulkan steilere Seiten.

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